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Sedcard für Models erstellen – der vollständige Leitfaden

10 Mai, 2026

Eine starke Model Sedcard ist im Modelbusiness keine Visitenkarte, die man nebenbei zusammenstellt – sie ist Deine Bewerbungsmappe, Dein Showreel und Dein erstes Verkaufsargument in einem. Ob Du gerade erst überlegst, dich als Model zu bewerben, oder bereits erste Jobs hinter Dir hast: Wie Du Deine Sedcard als Model erstellst, entscheidet darüber, ob Agenturen und Kunden Dich in die engere Auswahl nehmen.

Dieser Leitfaden zeigt Dir alles, was Du brauchst, um Deine Sedcard erstellen zu können: welche Bildtypen unverzichtbar sind und wie sie aussehen sollten, wie Aufbau, Layout und Format einer Sedcard aussehen, was ein Shooting kostet, ob Du die Sedcard selber machen oder drucken lassen solltest, welche Sedcard-Vorlagen sich eignen – und welche Fehler Du als Einsteiger:in vermeidest.


Hinweis: Dieser Beitrag richtet sich ausschließlich an Models. Für angehende Hostessen, Hosts, Promoter:innen und Moderator:innen folgen separate Beiträge im Blog, weil dort andere Anforderungen an die Bewerbungsunterlagen gelten.

Profilbild Sedcard Model

#Was eine Sedcard ist – und was sie heute leisten muss

Der Begriff Sedcard geht auf den Münchner Booker Sebastian Sed zurück, der in den 1960er-Jahren begann, Models mit einer kompakten Karte aus Bildern und Maßen bei Kunden zu präsentieren. Aus seinem Nachnamen wurde der Standardbegriff. Die Idee dahinter ist bis heute dieselbe: Eine Sedcard fasst auf möglichst wenig Raum zusammen, was ein Kunde wissen muss, um zu entscheiden, ob Du für seinen Job passt.

Was sich verändert hat, ist das Format. Wo früher die gedruckte DIN-A5-Karte das wichtigste Werkzeug war, ist heute die Online-Sedcard der erste Kontaktpunkt. Agenturen pflegen digitale Profile ihrer Models, Kunden klicken sich durch Vorschauen, und entschieden wird oft, bevor jemals eine gedruckte Karte über den Tisch wandert. Eine moderne Sedcard muss deshalb beides leisten: digital schnell überzeugen und in der gedruckten Variante professionell wirken.

Was eine gute Sedcard ausmacht:

Sie zeigt Dich realistisch – Kunden müssen wissen, wie Du am Set tatsächlich aussiehst.

Sie zeigt Dich vielseitig – verschiedene Looks, Stimmungen, Kameraperspektiven.

Sie ist technisch sauber – hohe Auflösung, gute Belichtung, professionelle Bearbeitung in Maßen.

Sie ist aktuell – Bilder, die Deinen heutigen Look widerspiegeln.

#Sedcard oder Setcard – warum beide Schreibweisen kursieren

Du wirst beim Recherchieren beide Begriffe finden: Sedcard und Setcard. Beide meinen dasselbe. Die ursprüngliche Schreibweise „Sedcard" geht auf den Erfinder Sebastian Sed zurück. „Setcard erstellen" ist die Variante, die sich daraus entwickelt hat – viele bringen die Karte intuitiv mit dem Foto-Set in Verbindung. Heute werden beide Schreibweisen synonym verwendet, und auch Setcards für Models folgen denselben Regeln, die in diesem Leitfaden stehen.

#Bevor Du loslegst: Realistische Selbsteinschätzung

Bevor Du Geld in ein Shooting investierst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf Dich selbst. Die Anforderungen im Modelbusiness sind weit vielfältiger, als oft angenommen wird. Es gibt klassische Laufstegjobs mit klaren Größenvorgaben, aber genauso ganz andere Bereiche, in denen andere Kriterien zählen:

Klassische Werbe- und Editorialjobs für Damen und Herren

Best Ager Models ab 40+ (Damen, Herren)

Plus Size Models für Mode und Werbung jenseits klassischer Konfektionsgrößen

Tattoo Models, bei denen Körperkunst zum Markenzeichen wird

Fitness Models für Sport- und Lifestyle-Kampagnen

Statt zu versuchen, in eine Schublade zu passen, in die Du nicht gehörst, frag Dich: Welche Größe, Konfektion und Statur habe ich wirklich? Welche Looks gelingen mir natürlich – sportlich, klassisch, edgy, alltagsnah? Habe ich besondere Merkmale (Tattoos, ungewöhnliche Augenfarbe, ausdrucksstarkes Gesicht), die ich gezielt einsetzen kann?

Das ist keine Bremse, sondern hilft Dir, die richtige Nische zu finden – und Deine Sedcard genau darauf auszurichten. Eine Karte, die ehrlich kommuniziert, wer Du bist, ist um Längen wirkungsvoller als eine, die etwas vorgibt, was bei der Anprobe oder am Set sofort auffliegt.

#Aufbau und Layout einer Sedcard

Beim Aufbau einer Sedcard gibt es kein einheitliches Schema, das jede Agentur identisch verwendet – aber es gibt klare Prinzipien, die alle modernen Sedcards gemeinsam haben. Wer beim Sedcard-Layout zu kreativ wird, irritiert eher, als dass er auffällt.

So sieht der Aufbau einer modernen Sedcard aus

Beispiel einer modernen Online-Sedcard von the-models

Bei the-models nutzen wir ein übersichtliches Querformat, das alle wichtigen Informationen auf einen Blick zeigt: sieben kuratierte Bilder, kompakte Eckdaten, Agentur-Kontakt – auf einer einzigen Seite. So müssen Kunden nicht klicken oder scrollen, um zu entscheiden, ob ein Model in die engere Auswahl kommt.

Was auf einer modernen Sedcard typischerweise zu finden ist:

Mehrere Bilder in unterschiedlichen Stilen (Profilbild, Ganzkörper, Editorial, Beauty)

Künstlername oder Vor- und Nachname

Sedcard-Nummer (bei Agenturen) und Standort/Stadt

Eckdaten: Größe, Maße, Schuhgröße, Konfektionsgröße, Haar- und Augenfarbe, Geburtsjahr

Logo und Kontaktdaten der Agentur

Hinweis: Nicht alle Sedcards sind so aufgebaut. Die klassische gedruckte Variante kommt häufig im DIN-A5-Format mit Vorder- und Rückseite – Vorderseite mit großem Hauptbild, Rückseite mit weiteren Bildern und Daten. Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Im digitalen Alltag setzt sich aber zunehmend das übersichtliche Online-Querformat durch, weil es Kunden auf Bildschirmen am schnellsten alle Infos liefert.

Layout-Prinzipien, die immer gelten

Bilder bekommen den größten Raum – Text ist Beiwerk, nicht Hauptelement

Klare, ruhige Schriftarten (keine verspielten Schreibschriften)

Kontrastreiches, aber unaufdringliches Design – meist Schwarz/Weiß oder gedeckte Töne

Einheitliche Bildsprache zwischen den Aufnahmen, damit die Karte nicht zerfällt

Genug Weißraum, damit das Auge nicht überfordert wird

Ein gutes Sedcard-Layout fühlt sich an wie ein Fashion-Editorial: aufgeräumt, fokussiert, hochwertig. Wenn Du bei einer Agentur unter Vertrag bist, musst Du Dich um diese Gestaltungsfragen ohnehin nicht kümmern – das übernehmen die Booker.

Ein gutes Sedcard-Layout fühlt sich an wie ein Fashion-Editorial: aufgeräumt, fokussiert, hochwertig.

#Sedcard-Format: Größen und technische Vorgaben

Beim Sedcard-Format gibt es einen klaren Standard, von dem Du nicht abweichen solltest – Karten in Sondergrößen passen in keine Mappe und werden eher aussortiert als bewundert.

Beispiel einer modernen Online-Sedcard von the-models

Standardformate für gedruckte Sedcards:

DIN A5 (148 × 210 mm) – mit Abstand am häufigsten verwendet

DIN A4 gefaltet auf A5 – für mehr Bildfläche bei gleicher Endgröße

US-Format Composite Card (5,5 × 8,5 inch) – im internationalen Bereich verbreitet

Technische Anforderungen für Druck:

Auflösung mindestens 300 dpi für gestochen scharfe Bilder

Farbprofil CMYK statt RGB

Beschnittzugabe von 3 mm an allen Rändern

Hochwertiges Papier ab 250 g/m², matt oder leicht glänzend

Technische Anforderungen für die Online-Sedcard:

Hohe Bildauflösung, aber maximale Dateigröße meist 24 MB pro Bild

Format JPG für Fotos, PNG nur für Logos oder Grafikelemente

Einheitliches Bildverhältnis innerhalb der Sedcard (z. B. alle Hochformat im Verhältnis 2:3)

#Die Pflicht-Bildtypen für Deine Model-Sedcard

Eine Sedcard ohne diese Grundbilder ist keine Sedcard. Sie bilden das Skelett, an dem Agenturen und Kunden in Sekunden erkennen, ob Du für eine engere Auswahl in Frage kommst.

Profilbild Sedcard Model

Das Profilbild (Headshot)

Das Profilbild ist in der Regel das erste Bild Deiner Sedcard – und damit das wichtigste.

Es zeigt Dein Gesicht im Fokus und endet klassischerweise oberhalb des Schulteransatzes. Format: meistens 2:3.

Worauf es ankommt: ein direkter Blick in die Kamera, ein sympathischer und natürlicher Ausdruck (ein leichtes Lächeln wirkt fast immer besser als ein neutraler Blick), gleichmäßige Belichtung ohne harte Schatten im Gesicht, ein neutraler Hintergrund, der nicht ablenkt, sowie kein übertriebenes Make-up und keine starken Filter.

Das Profilbild ist die Visitenkarte Deiner Visitenkarte. Es muss so gut sein, dass jemand auf das zweite Bild klicken will.



Ganzkörperbild Sedcard Model

Das Ganzkörperbild (Halbtotale)

Das Ganzkörperbild zeigt Dich von Kopf bis Fuß. Es ist für Kunden essenziell, weil Maße auf dem Papier nie das vollständige Bild Deiner Figur ersetzen können.

Worauf es ankommt: enganliegende, einfache Kleidung (z. B. Jeans und schlichtes Shirt, oder Leggings und Top), damit die Figur tatsächlich erkennbar ist.

Eine aufrechte, aber lockere Körperhaltung. Beide Füße müssen sichtbar sein und nicht weiter nach unten beschnitten werden. Der Hintergrund sollte neutral oder eine dezente Studiokulisse sein.

Dieses Bild beantwortet die Frage, die jeder Kunde sich stellt: „Wie sieht diese Person tatsächlich aus, wenn sie vor mir steht?"


#Polaroids: Der ehrlichste Teil Deiner Sedcard

Polaroids – kurz „Polas" – sind unbearbeitete, ungeschminkte Aufnahmen, auf denen Du so zu sehen bist, wie Du wirklich aussiehst. Der Name kommt aus der Zeit, als sie tatsächlich mit einer Polaroid-Sofortbildkamera entstanden. Heute sind es schlicht ungefilterte, ungeschönte Digitalfotos.

Polaroids sind aus einem einzigen Grund so wichtig: Sie schützen vor bösen Überraschungen. Wenn Du eine perfekt retuschierte Sedcard hast, am Casting aber jemand erscheint, der wenig damit zu tun hat, ist das Vertrauen sofort weg. Mit guten Polas zeigst Du, dass Du nichts zu verbergen hast – und das schafft die Glaubwürdigkeit, die Buchungen erst ermöglicht.

So sieht ein vollständiges Pola-Set aus:

Beispiel einer modernen Online-Sedcard von the-models

So entstehen brauchbare Polas

Tageslicht, idealerweise Fenster- oder Außenlicht ohne pralle Sonne

Neutraler Hintergrund (weiße Wand reicht völlig)

Keine Filter, keine Bearbeitung, keine Beauty-Apps

Enge Kleidung, damit Figur sichtbar bleibt

Kein oder minimales Make-up

Mindestens drei Aufnahmen: frontal, seitlich, und – bei langen Haaren – einmal mit zusammengebundenen Haaren

Auf mindestens einem Bild lachen, sodass die Zähne sichtbar sind

Polaroids brauchen kein Studio und keinen Profi-Fotografen. Eine zweite Person mit einem aktuellen Smartphone reicht völlig. Wichtig ist die Konsistenz: alle Polas möglichst gleicher Hintergrund, gleiche Lichtquelle.

#Zusatzbilder und Videos: So zeigst Du Wandlungsfähigkeit

Editorial Zusatzbild Sedcard

Zusatzbilder: Mehr Persönlichkeit, mehr Buchungen

Wenn die Pflichtbilder das Skelett Deiner Sedcard sind, dann sind Zusatzbilder die Muskeln. Sie zeigen, was Du als Model leisten kannst – verschiedene Stimmungen, Looks, Settings.

Geeignet sind Editorial-artige Aufnahmen mit klarer Bildidee, On-Location-Fotos (Stadt, Strand, Architektur), die Stimmung transportieren, Studio-Shots mit anderen Lichtsetups, Schwarz-Weiß-Aufnahmen für klassischen Kontrast oder Bilder aus bisherigen Jobs, sofern Du die Bildrechte für die Verwendung hast.

Was nicht hineingehört: Selfies, Spiegelbilder, Handyfotos in Alltagsqualität, Gruppenbilder, auf denen Du nicht eindeutig im Fokus stehst, Urlaubsfotos im Badeoutfit (sofern nicht professionell entstanden), stark gefilterte Bilder aus Social-Media-Apps und Bilder, auf denen Du älter oder jünger wirkst als Du aktuell bist.


Für den Anfang reichen sechs bis zehn gute Bilder im Portfolio völlig aus. Lieber wenige starke als viele mittelmäßige – jedes schwache Bild zieht das Gesamtbild nach unten.

Videos: Der nächste Schritt für Deine Sedcard

Bewegtes Material wird im Modelbusiness immer wichtiger. Kunden wollen heute nicht nur sehen, wie Du auf einem statischen Foto wirkst, sondern auch, wie Du Dich bewegst, wie Du sprichst, wie Du eine Marke verkörperst. Gerade für Werbespots, Social-Media-Kampagnen und Online-Castings sind Videoclips inzwischen oft entscheidend.

Ein kurzer Clip (15–60 Sekunden) reicht aus, um Deine Ausstrahlung in Bewegung zu zeigen. Du musst kein Profi-Showreel haben – ein authentisches Catwalk-Video, ein Behind-the-Scenes-Schnitt von einem Shooting oder ein professionell produziertes Videostatement reichen am Anfang völlig.

Wer bereits gute Videoaufnahmen aus bisherigen Jobs hat, sollte sie unbedingt im Profil hinterlegen. Wenn nicht: Ein einfaches, gut belichtetes Selbst-Video mit dem Smartphone ist immer noch besser als gar keins.

#Welche Daten und Maße auf die Sedcard gehören

Neben den Bildern erwarten Agenturen und Kunden konkrete Angaben. Sie sind kein Beiwerk, sondern oft das ausschlaggebende Auswahlkriterium – Kunden filtern damit ihre Castings vor.

Standardangaben für eine Model-Sedcard:

Vor- und Künstlername

Größe (in cm)

Konfektionsgröße

Schuhgröße

Bei weiblichen Models: Oberweite, Taille, Hüfte

Haarfarbe und Haarlänge

Augenfarbe

Ggf. besondere Merkmale (Tattoos, Piercings, Brille)

Sprachen mit Niveau

Erfahrung / bisherige Kunden (sofern vorhanden)

Kontaktweg (in der Regel über die Agentur)

Wenn Du Dich bei the-models bewirbst: Diese Daten gibst Du im Bewerbungsformular einmal ein und musst Dich nicht selbst um die Gestaltung einer Karte kümmern. Wir kümmern uns um den Rest – Du lädst Deine Bilder hoch, unsere Booker prüfen sie und schalten nur die Bilder frei, die zu Deinem Profil und unseren Kundenanfragen passen. So entsteht eine professionelle Online-Sedcard, ohne dass Du Dich um Layout, Format oder technische Details kümmern musst.

Wichtig ist nur, dass Du die Daten wahrheitsgemäß angibst und bei Veränderungen (neuer Haarschnitt, neue Konfektion) sofort aktualisierst.

#Sedcard-Fotos selber machen oder Profi-Shooting?

„Kann ich meine Sedcard selber machen?" und „Darf ich die Sedcard-Fotos selber machen?" sind die häufigsten Fragen von Einsteiger:innen. Die ehrliche Antwort: teilweise ja, teilweise nein.

Was Du selber machen kannst:

Polaroids: Die müssen nicht professionell sein – im Gegenteil. Eine zweite Person mit Smartphone, gutes Tageslicht und neutrale Wand reichen aus.

Erste Test-Aufnahmen, um zu schauen, welche Posen und Bildausschnitte für Dich funktionieren.

Update-Fotos, wenn sich nur kleine Details geändert haben (neue Haarfarbe, leicht veränderte Statur) und Du keine komplett neue Sedcard brauchst.

Was Du nicht selber machen solltest:

Hauptbilder der Sedcard: Das sind Deine Aushängeschilder. Schlechte Beleuchtung, Smartphone-Optik oder eine ungeübte Person hinter der Kamera fallen Profis sofort auf.

Bilder, die Wandlungsfähigkeit zeigen sollen: Editorial-Looks und stilvolle Inszenierungen brauchen Erfahrung – und die haben Profis.

Wer seine komplette Sedcard mit Smartphone-Fotos füllt, signalisiert ungewollt: Diese Person nimmt es selbst nicht ernst. Wer dagegen Polas selber macht und für die Hauptbilder ins Studio geht, macht alles richtig.

#Das Profi-Shooting: Vorbereitung und Kosten

Die wichtigsten Bilder Deiner Sedcard entstehen in einem oder mehreren professionellen Shootings. Das ist die Investition, an der Du am wenigsten sparen solltest – und gleichzeitig die, bei der Anfänger:innen am häufigsten teure Fehler machen.

Was kostet ein Sedcard-Shooting?

Die Spanne ist groß. Ein solides Sedcard-Shooting bei einem erfahrenen Fotografen liegt je nach Region und Umfang ungefähr zwischen 300 und 800 Euro. Nach oben ist die Grenze offen – renommierte Sedcard-Fotograf:innen, mehrere Outfits, Visagist:innen und Locationmiete können den Preis schnell vierstellig machen.

Diese Kosten trägst Du als Einsteiger:in selbst. Seriöse Agenturen verlangen kein Geld dafür, Dich aufzunehmen, sondern verdienen über die Vermittlung von Jobs – aber sie produzieren in den meisten Fällen auch nicht Deine ersten Bilder. Die Sedcard ist Deine Investition in Dich selbst.

TFP-Shootings: Chance oder Falle?

TFP steht für „Time for Print" (oder „Time for Pictures") – beide Seiten, Model und Fotograf:in, arbeiten ohne Bezahlung und nehmen die entstandenen Bilder als Gegenleistung mit. Für Einsteiger:innen klingt das verlockend, hat aber Tücken: Bei TFP-Shootings sammeln oft beide Seiten Erfahrung, was bedeutet, dass die Qualität schwanken kann. Für eine Sedcard, die wirklich überzeugen soll, sind TFP-Bilder sinnvoll als Ergänzung – aber nicht als alleinige Grundlage.

Faustregel: Investiere mindestens in ein professionelles Hauptshooting mit klaren, bezahlten Vereinbarungen. TFP kannst Du nutzen, um danach gezielt Lücken im Portfolio zu schließen.

So findest Du den richtigen Fotografen

Schau Dir Portfolios genau an – nicht nur die Highlights, sondern auch die Bandbreite. Ist erkennbar, dass Models in unterschiedlichen Stilen gut aussehen, oder funktioniert nur ein bestimmter Look?

Achte besonders auf Sedcard-Erfahrung. Editorial-Fotografie ist etwas anderes als Sedcard-Fotografie.

Ob Sedcard-Fotograf in Berlin, Hamburg, München oder einer kleineren Stadt – Anfahrt und Studiokosten gehören in die Kalkulation.

Frag nach Referenzen oder sprich mit anderen Models, die dort gearbeitet haben.

Klare schriftliche Vereinbarung vor dem Shooting: Anzahl Bilder, Bearbeitung, Nutzungsrechte, Preis.

Nutzungsrechte – das wird oft vergessen

Ein gutes Foto zu haben reicht nicht. Du brauchst die schriftliche Erlaubnis, es für Deine Sedcard und Bewerbungen zu verwenden. Kläre vor dem Shooting: Darfst Du die Bilder für die Sedcard nutzen? Darfst Du sie an Agenturen weitergeben? Darfst Du sie auf Social Media posten? Wie ist der Fotograf zu nennen oder zu verlinken?

Ohne klare Rechtevereinbarung können selbst die besten Bilder unbrauchbar werden.

#Styling, Outfits und Make-up


Kein extremer Tagesschminkstil, der Dich altern lässt oder verfremdet

Für Polaroids: kein oder minimales Make-up

Haare

Frisch, gepflegt, keine sichtbaren Ansätze

Mehrere Looks pro Shooting (offen, hochgesteckt, glatt, gewellt) bringen Vielseitigkeit ins Portfolio

Haarschnitt nicht direkt vor dem Shooting wechseln – Frisur sollte eingewachsen wirken

Wenn Du das Styling selbst übernimmst, plane realistisch: Es ist kaum möglich, gleichzeitig vor der Kamera zu stehen und das Make-up zwischen den Setups zu erneuern. Eine zweite Person, die zumindest beim Nachschminken hilft, ist Gold wert.

#Sedcard drucken lassen oder digital nutzen?

Heute ist die digitale Sedcard das Hauptwerkzeug. Sie wird über Agentur-Websites verteilt, per Mail an Kunden geschickt, in Castingportalen hinterlegt – und sie hat einen entscheidenden Vorteil: Sie lässt sich aktualisieren, ohne dass Du etwas neu drucken musst.

Vorteile der Online-Sedcard:

Sofort aktualisierbar bei Veränderungen

Mehr Bilder darstellbar als auf einer Karte

Verlinkbar (eigene Website, Social-Media-Kanäle)

Direkt versendbar als Link

Wann Du trotzdem eine gedruckte Sedcard brauchst:

Castings, bei denen physische Karten erwartet werden

Persönliche Vorstellungen bei Kunden

Branchenevents und Messen

Als hochwertige Hinterlassenschaft nach einem Termin

Wenn Du über the-models arbeitest

Bei uns musst Du Dich um die Sedcard selbst nicht kümmern. Du lädst Deine Bilder über das Bewerbungsportal hoch, unsere Booker prüfen sie und schalten nur die Aufnahmen frei, die wirklich zu Deinem Profil und unseren Kundenanfragen passen. Dadurch erhältst Du eine professionelle, kuratierte Online-Sedcard – ohne Layout-Stress, ohne Format-Recherche, ohne Drucker-Suche. Das gibt Dir Zeit, Dich auf das zu konzentrieren, was zählt: gute Bilder mitbringen, an Castings teilnehmen, Erfahrung sammeln.

Sedcard drucken lassen – worauf achten?

Wenn Du Deine Sedcard drucken lässt, geh nicht zum nächsten Copyshop. Investiere in eine professionelle Online-Druckerei oder eine spezialisierte Druckerei für Bewerbungs- und Modelmaterial.

Druck-Tipps:

Papier ab 250 g/m², matt oder leicht glänzend (nicht hochglänzend – wirkt schnell billig)

Druck in 4/4-Farben, beidseitig

Beschnittzugabe nicht vergessen

Probedruck oder Andruck anfordern, bevor Du eine größere Auflage in Auftrag gibst

Zwischen 50 und 200 Stück sind ein guter Startwert

Die Verlinkung zwischen beiden Welten lohnt sich: Auf der gedruckten Karte sollte ein QR-Code oder die URL Deiner Online-Sedcard zu finden sein, sodass Kunden direkt mehr Bilder sehen können.

#Die häufigsten Anfänger-Fehler

Häufige Anfänger-Fehler bei der Sedcard

Was Du unbedingt vermeiden solltest

Die meisten schwachen Sedcards scheitern nicht an fehlendem Talent, sondern an vermeidbaren Fehlern. Diese Liste deckt das ab, was wir in der Agentur am häufigsten sehen.

  • Selfies und Spiegelbilder. Innenkamera-Fotos und Spiegelaufnahmen wirken sofort unprofessionell, egal wie gut der Look ist. Ausnahme: keine.
  • Filter und übertriebene Retusche. Glatt gebügelte Haut, vergrößerte Augen, künstlich verschlankte Körper – Kunden erkennen das in Sekunden und schließen daraus, dass die Person dahinter offenbar nicht zu sich steht.
  • Veraltete Bilder. Wenn das Profilbild zwei Jahre alt ist und Du seitdem die Haarfarbe gewechselt hast, hast Du ein Problem.
  • Gruppenbilder. Auf einer Sedcard stehst nur Du im Fokus. Wer ausschneiden muss, um Dich zu sehen, klickt weiter.
  • Fehlende Polaroids. Eine Sedcard ohne Polas wirkt, als wolle sie etwas verbergen – egal wie professionell die Hauptbilder sind.
  • Zu viele Bilder. Weniger ist mehr. Eine Sedcard mit 25 mittelmäßigen Bildern ist schwächer als eine mit acht starken.
  • Falsche Maße. Größe um 3 cm überspielen, Konfektion eine Nummer kleiner angeben – beim Anziehen am Set fliegt das auf, und der Job ist verbrannt.
  • Versteckte Merkmale. Tattoos, Piercings, Brille gehören gezeigt – mindestens auf einigen Bildern. Kunden müssen wissen, was sie buchen.
  • Auflösung zu niedrig oder zu hoch. Bilder unter 1 MB sind oft zu pixelig, Bilder über 24 MB lassen sich nicht überall hochladen. Mittelweg ist gefragt.
  • Falsches Format. Sedcard im DIN-A4-Format oder in Sondergröße passt in keine Mappe und wirkt unprofessionell.
  • Kein Logo, kein Name, kein Kontakt. Bei der gedruckten Karte muss erkennbar sein, wer da zu sehen ist und über welche Agentur Du buchbar bist.

#Sedcard pflegen: Wann und wie aktualisieren

Eine Sedcard ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Werkzeug, das mit Dir mitwachsen muss. Diese Routine hat sich bewährt:

Sofort aktualisieren bei:

Neuem Haarschnitt oder neuer Haarfarbe

Veränderung der Konfektions- oder Schuhgröße

Sichtbaren Veränderungen am Körper (deutlicher Gewichtsunterschied, neue Tattoos)

Erfolgreich abgeschlossenen Jobs, deren Bilder Du verwenden darfst

alle 6 bis 12 Monate:

Sind die Hauptbilder noch aktuell?

Spiegeln die Polas Deinen heutigen Look wider?

Gibt es schwache Bilder, die durch stärkere ersetzt werden können?

Sind alle Maße korrekt?

alle 1 bis 2 Jahre:

Komplettes neues Shooting für Hauptbilder

Überarbeitung der Bildauswahl im Portfolio

Aktualisierung gedruckter Karten

Wer die Pflege schleifen lässt, verliert Jobs an Models, deren Sedcard frischer wirkt – auch wenn der Look ähnlich ist. Bei the-models kannst Du jederzeit neue Bilder hochladen – unsere Booker prüfen sie und ersetzen veraltete Aufnahmen entsprechend in Deinem Profil.

#Sedcard-Checkliste auf einen Blick

Du willst alles Wichtige in einer kompakten Übersicht zum Mitnehmen? Wir haben die wichtigsten Punkte aus diesem Leitfaden in einer übersichtlichen Checkliste zusammengefasst – als PDF zum Download, Ausdrucken und Abhaken. So hast Du beim Vorbereiten Deines Shootings, beim Sortieren Deiner Bilder oder beim Einreichen Deiner Bewerbung immer alles Wichtige auf einer Seite.

Die Checkliste deckt die vier wichtigsten Bereiche ab: Pflichtbilder, Daten und Maße, häufige No-Gos und technische Anforderungen. Hake Punkt für Punkt ab – und Du weißt sofort, ob Deine Sedcard professionellen Standards entspricht.

Sedcard-Checkliste als PDF

Alle Punkte auf einen Blick – druckfertig zum Mitnehmen

Checkliste herunterladen (PDF)

#Bereit für den nächsten Schritt?

Wenn Du Deine Sedcard zusammenhast – oder zumindest weißt, was als Nächstes ansteht – ist der nächste logische Schritt die Bewerbung bei einer Agentur. Wir prüfen jede Bewerbung individuell und melden uns zurück, ob und wie wir Dich vertreten können – egal, ob Du als klassisches Damen- oder Herren-Model, als Best Ager, Plus Size, Tattoo Model oder Fitness Model durchstarten möchtest.

Jetzt als Model bewerben

Du hast noch Fragen zur Sedcard, zum Shooting oder zum Einstieg ins Modelbusiness? Schreib uns – oder schau in unseren weiteren Blogbeiträgen vorbei, in denen wir auch auf die Anforderungen für Hostessen, Hosts, Promoter:innen und Moderator:innen eingehen werden.

#FAQ – Häufige Fragen rund um die Sedcard

Du brauchst zwei Dinge: gute Bilder und ein passendes Layout. Die Bilder entstehen in einem professionellen Shooting (Hauptbilder) und mit einem Smartphone bei guter Lichtsituation (Polaroids).

Wer bei einer Agentur unter Vertrag ist, bekommt das Online-Profil meist von der Agentur erstellt. Bei the-models lädst Du Deine Bilder hoch, unsere Booker prüfen sie und stellen Deine Sedcard zusammen.

„Sedcard schreiben" meint in der Regel, die Daten und Maße zu formulieren, die neben den Bildern stehen. Halte sie kurz, sachlich und präzise: Größe, Konfektion, Schuhgröße, Maße, Haar- und Augenfarbe, besondere Merkmale, Sprachen.

Keine ausschweifenden Beschreibungen, keine Selbstcharakterisierungen – die Sedcard ist eine Datenkarte, keine Bewerbung im klassischen Sinn.

Nicht zwingend, aber praktisch. Einen guten Sedcard-Fotograf findest Du in jeder größeren Stadt – ein Sedcard Fotograf in Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt oder Stuttgart ist meist nur einen Klick entfernt.

Anfahrt und ggf. Übernachtung gehören in Deine Kostenkalkulation. Wichtiger als der Standort ist die Qualität des Portfolios.

Für die Bewerbung sedcardartige Bilder reichen am Anfang aus: Profilbild, Ganzkörperbild, mindestens ein Polaroid frontal und eines seitlich. Mehr darf gerne sein, weniger nicht.

Bei unserer Bewerbung lädst Du diese Bilder direkt im Formular hoch. Unsere Booker prüfen anschließend, welche Bilder freigeschaltet werden.

Pflicht nicht – aber ein klarer Vorteil. Bewegtmaterial wird vor allem für Werbespots, Social-Media-Kampagnen und digitale Castings immer wichtiger. Wer bereits ein kurzes Video hat (Catwalk, Vorstellungsclip, Behind-the-Scenes), erhöht seine Chancen bei Buchungen deutlich.

Wenn Du noch kein Material hast, ist das kein Hindernis – Du kannst es jederzeit später ergänzen.


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