Inhalt Navigation
Agentur Blog

Die Bedeutung von Diversität in der Modeindustrie

15 Sep, 2026

Die Modeindustrie hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Eines der wichtigsten Themen, das immer mehr Aufmerksamkeit erhält, ist die Diversität in der Branche. In der Vergangenheit war die Modewelt oft von einer sehr eingeschränkten Vorstellung von Schönheit geprägt. Heute zeigt sich ein klarer Trend zu mehr Vielfalt, doch aktuelle Zahlen belegen auch, dass Angebot und Realität noch nicht überall zusammenpassen. Warum ist Diversität so wichtig für die Modebranche und wo steht sie heute?

#Mehr Repräsentation für alle und warum Vielfalt notwendig ist

Die Modeindustrie hat lange Zeit ein einseitiges Schönheitsideal vertreten, das vor allem junge, dünne Models mit heller Hautfarbe und westlichen Gesichtszügen bevorzugte. Wie tief solche Stereotypen im Model Business verwurzelt sind, zeigt sich bis heute.

Doch die Gesellschaft hat sich verändert, und auch die Modebranche muss sich dieser Veränderung anpassen. Immer mehr Marken erkennen die Bedeutung von Diversität und wählen Models aus unterschiedlichen ethnischen, kulturellen und körperlichen Hintergründen aus.

Dieser Wandel ist nicht nur eine Reaktion auf gesellschaftlichen Druck, sondern auch eine Chance, den Reichtum unterschiedlicher kultureller Ausdrucksformen und Lebensweisen sichtbar zu machen.


Models, die nicht dem klassischen Schönheitsideal entsprechen, sind heute deutlich häufiger in Werbekampagnen und auf den Laufstegen präsent, von der Fotoproduktion bis zur Modenschau.

#Einfluss und Verantwortung der Modebranche für die Gesellschaft

weibliche Models zeigen Diversität

Die Modeindustrie hat einen enormen Einfluss auf die Gesellschaft. Sie prägt, wie wir Schönheit und Erfolg definieren und welche Körperformen und Ethnien als „normal“ gelten. Wenn die Modewelt mehr Vielfalt zeigt, wirkt sich das positiv auf das Selbstbewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten aus. Menschen, die sich in den Models wiedererkennen, fühlen sich stärker repräsentiert und gesehen.

Dieser Wandel beeinflusst auch die Wahrnehmung von Schönheit und Körperidealen in der breiten Öffentlichkeit. Mode zeigt uns, dass Schönheit in vielen Formen und Farben existiert und dass es keine „einzige“ Definition von Schönheit gibt.

#Wie Diversität neue Chancen für Models eröffnet

Die zunehmende Diversität in der Modebranche bietet neue Chancen für Models, die nicht den traditionellen Schönheitsnormen entsprechen. Plus Size Models, Tattoo Models, Models mit unterschiedlichem Hauttyp und auch Best Ager Models haben heute mehr Möglichkeiten, in der Modeindustrie erfolgreich zu werden. Das gilt längst nicht nur für Frauen. Auch männliche Models profitieren von der neuen Offenheit, und Plus Size Männermodels sind gefragter als noch vor wenigen Jahren.

Marken suchen zunehmend nach Models, die authentisch und repräsentativ für ihre Zielgruppen sind. Das hat die Art verändert, wie Modekampagnen entstehen. Models aus verschiedenen ethnischen, kulturellen und sozialen Gruppen sind gefragt und sprechen eine breitere Kundschaft an.

#Vielfalt in Zahlen und wo die Damenmode noch aufholen muss

Wie weit ist die Branche beim Thema Diversität tatsächlich? Eine aktuelle Marktanalyse zur Vielfalt in der Damenmode von Ulla Popken liefert dazu konkrete Zahlen. Untersucht wurden 36 Anbieter, darunter klassische Modemarken, große Onlinemarktplätze und Spezialisten für große Größen. Neben Größenangebot, Verfügbarkeit und Preisstruktur hat das Unternehmen auch genormte Maße im Alltag und den Wandel der Sprache rund um Körper und Kleidergrößen betrachtet.

Infografik von Ulla Popken zum Größenlauf in der Damenmode

Die Durchschnittsfrau trägt nicht Größe 38

Lange galt Größe 38 als eine Art Norm. Laut Analyse liegt die tatsächliche durchschnittliche Konfektionsgröße von Frauen in Deutschland aber eher bei 42 bis 44. Trotzdem führen nur 41 Prozent der untersuchten klassischen Modemarken überhaupt große Größen, konkret 9 von 22 Marken. Ab Größe 48 wird die Auswahl deutlich kleiner, mit weniger Modellen und geringerer Verfügbarkeit. Übrigens beginnt die Einstufung als Curvy Model deutlich früher, als viele denken. Mehr dazu, ab welcher Größe man als Plus Size Model gilt, lest ihr in unserem Ratgeber.

Je größer die Größe, desto kleiner die Auswahl

Wie groß diese Lücke ist, zeigt das Beispiel Damenkleider bei Zalando. In Größe 38 wurden 8.935 Kleider angezeigt, in Größe 44 noch 3.986 und in Größe 48 nur noch 955. Bei Größe 56 blieben gerade einmal 196 Modelle übrig, ein Rückgang von mehr als 95 Prozent. Hinzu kommt der stationäre Handel. Zwei Drittel der Plus-Size-Anbieter verkaufen nur oder überwiegend online, sodass Anprobieren im Geschäft für viele Frauen kaum möglich ist.

Infografik zur Auswahl an Damenkleidern je Konfektionsgröße

Interessant ist auch der Blick auf die Preise. Ein und derselbe Artikel kostet in Größe 46 in der Regel nicht mehr als in Größe 36. Teurer wird es eher strukturell, weil günstige Linien oft schon bei Größe 42 oder 44 enden und große Größen dadurch häufiger in höheren Preissegmenten zu finden sind.

Sprache verändert den Blick auf Körper

Auch die Begriffe haben sich gewandelt. Wo früher von Übergröße die Rede war, sprechen Marken heute eher von Plus Size oder Curvy. Die Analyse ordnet Plus Size als gängigen Begriff ein, Curvy als positiv besetzt, während Übergröße eher vermieden werden sollte. International zeigt sich eine ähnliche Entwicklung hin zu Body Positivity und Body Neutrality.

Infografik zum Begriffswandel von Übergröße über große Größen bis Plus Size und Curvy

Was das für Marken und Models bedeutet

Die Zahlen machen deutlich, dass Diversität weit mehr ist als ein Imagethema. Wenn die reale Kundin Größe 42 bis 44 trägt, sollte sie sich auch in Kampagnen, Lookbooks und Onlineshops wiederfinden, gezeigt von weiblichen Models mit realen Proportionen. Genau hier kommen Curvy Models ins Spiel. Sie zeigen, wie Kleidung an realen Körpern sitzt, und schaffen Vertrauen bei der Zielgruppe. Für Modelabels ist das die Chance, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nicht nur im Sortiment, sondern auch in der Bildsprache zu schließen. Wie sich Plus Size Models auf die Entwicklung der Mode ausgewirkt haben, zeigen wir in einem eigenen Beitrag.

#Diversität als Chance für die Modeindustrie

Die Modebranche steht vor einem bedeutenden Wandel, bei dem Diversität eine zentrale Rolle spielt. Models aus verschiedenen kulturellen, ethnischen und körperlichen Hintergründen haben heute mehr Chancen denn je, in der Branche erfolgreich zu sein. Gleichzeitig zeigen aktuelle Marktdaten, dass Sortimente, Verfügbarkeit und Bildsprache noch nicht mit der gesellschaftlichen Realität Schritt halten. Auf den Laufstegen ist sogar wieder ein Trend zu schlankeren Körpern zu beobachten, den wir im Beitrag zur Curvy-Flaute genauer einordnen. Wer Vielfalt ernst nimmt, macht sie deshalb nicht nur auf dem Laufsteg sichtbar, sondern im gesamten Angebot. Das ist eine positive Entwicklung für die Modewelt und ein wichtiges Signal für eine inklusivere und gerechtere Gesellschaft.

Wenn Du selbst vor der Kamera stehen möchtest, egal mit welcher Konfektionsgröße, kannst Du dich direkt online bei uns bewerben.

Jetzt als Model bewerben

Bildquellen: Die Grafiken stammen aus der o. g. Marktanalyse zur Vielfalt in der Damenmode von Ulla Popken


Weitere Beiträge

21 Nov, 2025

Curvy-Flaute: Trend oder Rückschritt?

Curvy Model
Die Modebranche befindet sich ständig im Wandel – das wissen wir als Modelagentur wie kaum jemand sonst. Trends entstehen, verschwinden, und kommen oft in neuer Form wieder zurück. Doch was genau passiert gerade? Warum entwickelt sich die Modewelt wieder in Richtung schlankere Körper? Und ist die Diversität, die wir so lange aufgebaut haben, wirklich bedroht? Wir geben euch im folgenden Artikel einen transparenten Einblick in unsere Erfahrungen.
Weiterlesen
29 Mai, 2024

Darum ist der Model Job bei Jugendlichen so populär

In den vergangenen Jahren ist der Model Job bei Jugendlichen immer beliebter geworden. Die Faszination für Mode, Schönheit und Glamour zieht junge Menschen weltweit in ihren Bann. Doch was genau macht diesen Beruf so attraktiv für die junge Generation? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte, die zur Popularität des Modelns unter Jugendlichen beitragen.
Weiterlesen
24 Mär, 2019

Modeln für ein Online Casino?

Ein Online Casino ist ein eher ungewöhnlicher Kunde, doch die Arbeit ist ganz klassisch im Bereich Produktfotografie einzuordnen. Diese wiederum gehört für viele Models zum täglichen Brot – wieso nicht einmal Neues ausprobieren?
Weiterlesen
03 Aug, 2023

Faszination Produktfotografie: Produkte in neuer Dimension präsentieren!

Hast Du Dich schon einmal gefragt, wie es die Profis schaffen, Produkte so spannend in Szene zu setzen? Die Antwort liegt in der Kunst der Produktfotografie! Diese einzigartige Disziplin ermöglicht es, Produkte in voller Pracht fotografisch darzustellen und sie in ein ansprechendes Licht zu tauchen. Dabei steht die attraktive Wirkung auf Kunden im Fokus, und die Produkte werden aus verschiedenen Blickwinkeln perfekt in Szene gesetzt.
Weiterlesen
06 Jul, 2021

Selbstliebe entwickeln: 5 Tipps von uns für Dich ♡

Konstruktive Kritik ist essenziell, damit Du Dich verbessern und über Dich hinaus wachsen kannst. Doch egal, wie konstruktiv die Kritik ist, ohne das richtige Maß an Selbstliebe wird das Ganze schnell zur Belastungsprobe für Dein Selbstwertgefühl. Besonders in der Modelwelt bist Du permanenter Kritik ausgesetzt. Damit Deine Selbstliebe nicht zu kurz kommt, haben wir hier ein paar Tipps für Dich:
Weiterlesen
01 Jul, 2021

#Shareyourstory: Meygol ist für ihren Model-Traum nach Deutschland geflohen 

Blitzlichtgewitter, roter Teppich und zwischendurch Mal ein paar coole Fashion-, oder Beauty-Shootings. So glamourös stellen sich die Meisten die schillernde Modewelt bzw. den Alltag eines erfolgreichen Models vor. Doch was Viele nicht sehen: Der Weg dorthin ist oftmals steinig und schwer.
Weiterlesen

# Modelagentur

Model werden Buchungsanfrage

# Kontakt

Alison Steinke
Alison Steinke
Key Account Manager
+49 521 448 139 08
a.steinke(at)the-models.de